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25.05.2016 Der Erkrankte soll auch in Lingen dazugehören

Lingen. LT-Kommentator Wilfried Roggendorf zieht den Hut vor Menschen, die in Lingen und anderswo an Multipler Sklerose erkrankt sind und sich nicht entmutigen lassen.

Menschen wie die Mitglieder der Kontaktgruppe Multiple Sklerose oder die ebenfalls von der Krankheit MS betroffene Christine Dust machen eines deutlich: Es wird nichts dadurch besser, sich nach einer solchen Diagnose fallen zu lassen.

Aktiv begegnen diese Menschen ihrer Erkrankung, machen das, was ihnen möglich ist, und stellen sich den Herausforderungen. Dies gelingt jedoch nicht jedem: Denn noch viel zu oft werden Schwererkrankte, egal ob sie MS oder eine andere Krankheit haben, von ihren Mitmenschen übermäßig bemitleidet oder gar abgestempelt.

Hier ist mehr Einfühlungsvermögen gefragt. Dafür, dass auch der Erkrankte Teil der Gesellschaft ist. Dafür, dass eine Krankheit nun einmal eine Krankheit ist, nicht mehr und nicht weniger. Erst wenn ein großer Teil der Gesellschaft dieses Einfühlungsvermögen unter Beweis stellt, werden auch die Schwererkrankten, die sich bislang einfach nur aus Angst oder Scham zurückziehen, wieder am Leben – soweit es ihnen ihre Krankheit erlaubt – teilnehmen.

Dieser Kommentar wurde uns ebenfalls freundlicherweise von der Lingener Tagespost zur Verfügung gestellt.

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